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Wie kann man bei einem Trauerfall sein Mitgefühl ausdrücken


Das Wort "kondolieren" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "den Schmerz mitfühlen", also dem oder den Hinterbliebenen eines Verstorbenen seine Anteilnahme und sein Mitgefühl auszudrücken.

Je nach der persönlichen Beziehung zum Verstorbenen und seiner Familie kann dies in einer Karte oder einem Schreiben geschehen oder aber persönlich bei einem Beileidsbesuch. 


Wer einen lieben Menschen verloren hat, ist dankbar für jede Hilfe bei den vielen Erledigungen, die mit einem Todesfall zusammenhängen. Aber es müssen auch Menschen da sein, die mit ihm die Trauer ausdrücken und zusammen aushalten.
Wer einem Trauernden begegnet, muss oft nicht viel reden.
Meist genügt es, den Trauernden zuzuhören oder mit ihnen das Schweigen zu teilen.

Welche Klischees und wohlgemeinten Sätze sollte man im Umgang mit Trauernden vermeiden?

- Die Zeit heilt alle Wunden.
- Es muss weitergehen.
- Du musst jetzt stark sein.
- Er/sie hätte nicht gewollt, dass du so traurig bist.
- Wenigstens hat er /sie nicht gelitten. 
- Du kannst noch viele Kinder bekommen.
- Das Kind hat ja kaum gelebt.
- Denke doch auch mal wieder an etwas Schönes.
- Es war Gottes Wille.

Hilfreicher sind folgende, aufrichtig gemeinte Sätze:

- Es tut mir Leid.
- Es geht mir nahe. 
- Ich denke an dich.
- Ich bin für dich da.
- Ich möchte dir helfen.
- Du bist mir so wichtig.
- Ich liebe dich/Ich mag dich.
- Ich bete jeden Tag für dich.
- Ich möchte, dass du weißt, dass ich …geliebt/ sehr gemocht habe.

So kann man konkret Trauernde unterstützen und begleiten:

Warten Sie nicht darauf, bis der Trauernde Sie um etwas bittet. Machen Sie selbst den ersten Schritt und fragen Sie nicht lange.

Bieten Sie dem Trauernden an, mal für ihn zu kochen - oder bringen Sie eine leckere Kleinigkeit zum Essen vorbei.. Oft haben Trauernde das Gefühl für ihre essentiellen Körperbedürfnisse verloren oder haben keine Kraft zu kochen.

Kümmern Sie sich um das soziale Netzwerk des Trauernden. Nehmen Sie Kontakt zu Nachbarn oder Bekannten auf, und bitten Sie mitzuhelfen, mal nach dem Trauernden zu sehen, ein Auge auf die Haustiere zu haben oder mal einen Einkauf zu erledigen.

Gerade Alltagstätigkeiten überfordern Trauernde oft, vor allem wenn sie vorher nicht dafür zuständig waren. Helfen Sie bei Erledigung amtlicher Formalitäten, waschen Sie Geschirr ab, wenn sie da sind, gießen Sie die Blumen, kümmern Sie sich um Haustiere, nehmen Sie Besorgungen ab.

Schenken Sie dem trauernden Menschen einen zur Jahreszeit passenden Blumenstrauß.

Bringen Sie dem Trauernden ein begleitendes Buch für Zeiten der Trauer mit oder empfehlen Sie Bücher, die Sie hilfreich fanden. Ideen dazu finden Sie hier.

Denken Sie an die Jahrestage (Todestag, Geburtstag), die für Trauernde oft sehr schwer sein können. Bieten Sie dem Trauernden Ihre Unterstützung an, vielleicht kann es gut sein im Vorfeld eine gemeinsame Unternehmung zu planen.

Begleiten Sie den Trauernden bei Friedhofsbesuchen, wenn er das möchte.

Wenn es für den Trauernden die richtige Zeit ist, bieten Sie ihm an, beim Durchsehen und Aussortieren der persönlichen Gegenstände des Verstorbenen zu helfen.

Dabei kann eine Erinnerungskiste angelegt werden, die mit Gegenständen gefüllt wird, die aufgehoben werden sollen und an den Verstorbenen erinnern. Drängen Sie einen Trauernden nie, Sachen wegzugeben, wenn er das nicht möchte.

Achten Sie auf regelmäßigen Kontakt zum Trauernden, z.B. einem wöchentlichen Spaziergang. Für Trauernde kann es gut sein, einen (oder mehrere) festen Termin in der Woche zu haben.

Und sicher haben Sie noch viel mehr gute Ideen...
 


 

Trauern ist ein aktiver Prozess, ein Weg, der mit einigen „Aufgaben“ verbunden ist. Diese zu kennen mag hilfreich sein, wenn man Trauernden begegnet.

Die erste wichtige Aufgabe ist es, die Realität des Todes anzuerkennen. Egal ob plötzlich oder vorhersehbar, es kann lange dauern, bis der Verlust wirklich anerkannt wird. Es ist normal, dass Trauernde immer wieder die Realität des Todes verdrängen, bis sie sie ganz erfassen können.

Stück für Stück, durch Erzählen und Begreifen wird der Verlust mehr zur Wirklichkeit. Durch Zuhören und Ermutigen, sich dem Schmerz zu stellen, können Sie den Trauernden bei dem wichtigen Schritt unterstützen. Trauernde lassen den Schmerz stückweise zu, da es zu überwältigend wäre, ihn im Ganzen an sich heran zu lassen.

Der Weg durch die Trauer muss jedoch gegangen werden, auch wenn es leichter scheint zu verdrängen oder zu verleugnen. Versuchen Sie also nicht, dem Trauernden den Schmerz auszureden und ihn davon wegzuführen, sorgen Sie eher für eine wohltuende, geschützte Umgebung, in der der Trauernde sein darf wie er sich innerlich fühlt.

Machen Sie sich bewusst, dass Trauernde sich nicht nur traurig fühlen, sondern auch betäubt, wütend, aggressiv, sie empfinden Schuldgefühle oder Angst. All diese Emotionen sind normal und sollten ihren Raum haben.

Ein wichtiger Schritt im Trauerprozess ist es, Erinnerungen an den Verstorbenen zuzulassen und neu zu ordnen. Jedes Erinnern integriert den Verlust in das neue Leben des Trauernden und gibt dem Verstorbenen hier seinen Platz. Photos vom Verstorbenen, von der Beerdigung, Gegenstände, Aufzeichnungen etc. werden zu bedeutungsvollen Dokumenten.

Mit der Zeit, in der sich Trauernde neu im Leben verankern, entwickeln sie auch eine neue Identität, sind z.B. nicht mehr „Ehemann“, sondern „Witwer“. Dies kann ein langwieriger Weg sein, wenn die Identität des Trauernden viel durch die Beziehung zum Verstorbenen geprägt war. Mehr und mehr wird die neue Identität und das Dasein mit dem Verlust in das Leben integriert werden und der Trauernde kann sich auch wieder mehr nach außen öffnen. Dies ist die Zeit, um ihn öfter zu ermutigen, mit raus in die Welt zu gehen, zu einem Fest, einem Essen, einem Kinobesuch.


Zu guter Letzt:

Bei allem was Sie für Trauernde tun, vergessen Sie nicht, für sich selbst zu sorgen. Geben Sie sich den Freiraum, zwischendrin zu entspannen und aufzutanken. Der Umgang mit Trauernden braucht oft sehr viel Kraft und Sie können nur soviel von Ihrer eigenen Kraft geben, wie sie selbst haben.




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Veranstaltungen


Café ZeitenWende
5.  Juli 2017, 16 Uhr
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Lachen trotz und alledem - Ein Seminar für Menschen in Trauer
16.  September 2017, 14 Uhr
"Wer lachen kann, obwohl ihm nach weinen zumute ist, der bekommt wieder Lust am Leben." Genau darum geht es in diesem Seminar: Die Lust am Leben zu wecken. Die Lust, etwas ganz anderes zu probieren.

Filmtipps


"Die mit den Toten spricht"
Die SWR-Reporterin Andrea Lotter begleitete uns viele Monate lang bei unserer Arbeit, traf sterbende, verstorbene und trauernde Menschen, brachte sie und ihre besonderen Lebensphasen ins Bild.
(ARD-Mediathek)

Medien


Interview
mit Barbara Rolf im domradio zum Thema "Alles Urne oder was?"
Bestattungskultur im Wandel.
(ab Minute 33)


Literaturtipp


Kerstin Gernig porträtierte 21 Menschen, die zu ungewöhnlichen Unternehmern wurden. Eine von ihnen ist Barbara Rolf,

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