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Wenn ein Jugendlicher stirbt

Das Sterben von Jugendlichen wird meist als sehr traumatisch erlebt. Leben kommt mitten im Werden, im Blühen zu seinem Ende. Die Todesursachen sind neben Erkrankungen häufig Unfälle, Suizide, Alkohol- oder Drogenkonsum und Gewalttaten. 

Da müssen Angehörige, insbesondere die Eltern, neben Trauer und Schmerz auch noch offene Fragen, Zweifel, Schuldgefühle, Wut und Verzweiflung aushalten und bewältigen.

Soweit Eltern, Geschwister, Großeltern oder Freund/innen es möchten, werden sie in alle unsere Abläufe mit einbezogen. 

Sie können Sarg, Kreuz, Urne, Garnituren
und Trauerdruck selbst gestalten. 
Bei Überführung, Ankleiden und Einbetten nehmen wir Sie gerne mit, und auch die Gestaltung der Abschiedsräume kann von Ihnen selbst übernommen werden.

Wenn Sie eine Abschiedszeit zu Hause wünschen, versuchen wir, das zu ermöglichen (auch dann, wenn der Tod an einem anderen Ort eingetreten ist). Es kann für Familie und Freund/innen hilfreich sein, in der vertrauten Umgebung Abschied zu nehmen, viel Zeit bei dem verstorbenen jungen Menschen zu verbringen. 

Hier finden Sie einige Anregungen für die Gestaltung der Zeit zwischen Tod und Bestattung. Es sind Möglichkeiten, aber kein Muss. 
  • Sie können eigene Kleidung auswählen, bei Versorgung, Ankleiden und Einbettung dabei sein.
  • Ein Fingerabdruck oder eine Haarsträhne können zu wertvollen Erinnerungen werden. 
  • Wenn Sie das möchten, kann ein Foto von dem verstorbenen Jugendlichen gemacht werden. Für Angehörige, die in diesem Moment nicht bei einer offenen Aufbahrung Abschied nehmen können oder möchten, mag das Bild vielleicht (viel) später eine wichtige Erinnerung sein.
  • Sie dürfen den Sarg außen und innen selbst gestalten, zum Beispiel mit Farbe, Fotos, Bildern, Texten, eigener Decke und Kissen. 
  • Gibt es Bücher, Gegenstände, Briefe, Blumen, einen Talisman oder Ähnliches, das mit in den Sarg gelegt werden soll? 
  • Wie soll die Einladung zur Trauerfeier/Beerdigung sein? Trauerkarten und -anzeigen können sehr individuell gestaltet werden und auch anders aussehen als beim Tod eines älteren Menschen.
  • Ideen für die Gestaltung der Trauerfeier: 
    Welchen Rahmen soll die Trauerfeier haben? Wer soll dazu eingeladen werden? Möchte jemand von der Familie oder Freund/innen selbst etwas sagen oder musizieren? Es kann eine Fotocollage gestaltet werden, die bei der Trauerfeier aufgestellt wird oder eine Bilderpräsentation gezeigt werden. Gibt es bestimmte Musikstücke, die dem Jugendlichen wichtig waren und abgespielt werden sollen? Sollen die Trauergäste in schwarzer, heller oder bunter Kleidung kommen? Familienmitglieder oder Freund/innen können den Sarg selbst zum Grab tragen.

    Wenn die Friedhofsverwaltung es genehmigt, kann die Grabstätte selbst geschlossen werden.
Wenn Jugendliche sterben, kann es für die Familie bereichernd und tröstlich sein, Ideen von guten Freund/innen zu berücksichtigen und sie, soweit es für alle Beteiligten passt, in die Abschiedsgestaltung mit einzubeziehen. 

Vielleicht möchten Freund/innen gemeinsam zur Aufbahrung kommen. Vielleicht haben gerade Freund/innen einen Vorschlag für ein geeignetes Musikstück, mögen in der Trauerfeier etwas sagen oder wissen um etwas, was im Leben des Jugendlichen wichtig war. 

Wenn Jugendliche (bis 15-18 Jahre) sterben, geben wir die Ausstattung zu niedrigen Preisen weiter und stellen für unsere Zeit und Arbeit stark reduzierte Pauschalen in Rechnung. 

Literaturempfehlungen:

Harriet Kämper/Birgit Pfahl
Mit Trauer leben. Hilfen für verwaiste Eltern und Geschwister. 
Hamburg, 2008.
Eltern und Geschwister erzählen, wie sie allmählich in ihr Leben mit dem Verlust hineingewachsen sind. Das verstorbene Kind bleibt Teil ihres Lebenswegs.

Petra Hohn
Plötzlich ohne Kind. Gütersloh, 2008.
Eine Mutter beschreibt ihren Trauerweg nach dem Suizid Ihres Sohnes.

Bundesverband verwaiste Eltern in Deutschlang e.V., Gabriele Knöll (Hg.): 
…und neues Leben blüht aus alten Ruinen. Ein Buch der Hoffnung für trauernde Menschen nach dem Tod eines Kindes und für alle, die diese Menschen verstehen und begleiten möchten. 2003.

Peter Pohl/Kinna Gieth
Du fehlst mir, du fehlst mir! München, 1999.
Ein bewegendes und authentisches Buch aus der Sicht eines Mädchens, das ihre Zwillingsschwester bei einem tödlichen Unfall verliert.

Viele weitere Literaturhinweise finden Sie unter ->Fundgrube-> Literatur
LINKS zu Selbsthilfeorganisationen: 
www.veid.de
www.allesistanders.de

Musiktitel

Juli: „Geile Zeit“

Juli: „Sterne“ 

Silbermond: „Ich bereue nichts“

Eric Clapton: „Tears in heaven“ 
Bestattungen Rolf

Bruno-Jacoby-Weg 8
70597 Stuttgart-Degerloch

Neuffenstraße 47
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Telefon Tag & Nacht

0711 /  67 32 14 71

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E-Mail:
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  www.stuttgart-gedenkt.de / Todesanzeigen lesen /  Anteil nehmen /  Erinnern /  Mitgefühl zeigen / Lichter entzünden

 

 
 


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